Austellung: 2030 am Paradeplatz Zürich





Hannes Schmid - Intelsat 2030
«2030» eine bedeutende Arbeit von Hannes Schmid


Der US-Präsident John F. Kennedy sah sich anfangs der 60er Jahre gezwungen, die hohen Kosten der NASA zu rechtfertigen und ein breiteres Verständnis für die damals noch neuartige digitale Kommunikation zu schaffen. Dafür ebnete er den Weg zur Gründung des grössten amerikanischen Privatunternehmens im Bereich Satelliten-Telekommunikation,- Intelsat. Somit war ein kommerzieller Zweck zwischen den beiden Institutionen hergestellt und die Ausgaben für digitale Kommunikation weitgehend gerechtfertigt. Der Künstler Hannes Schmid hat die Serie «2030» im Jahre 1991 im Auftrag von Intelsat für die us-amerikanische Regierung geschaffen. Hannes Schmid hat die öffentliche Wahrnehmung von Intelsat massgeblich geprägt, indem er für Intelsat einen zeitlosen, künstlerischen visuellen Auftritt schuf, welcher einer breiten Bevölkerung die Unmittelbarkeit der digitalen Welt klar aufzeigt.

Bis heute hat Schmids Werkserie «2030» die Aktualität nicht verloren. Die präzisen Bildinhalte zeigen auf, dass der Mensch unmittelbar der digitalen Welt ausgesetzt ist. Dabei sollen die Fotografien keine Warnung darstellen, sondern in einem künstlerischen Bild zusammengefasst aufzeigen, dass man sich nicht von den digitalen Tatsachen abschirmen soll. Vielmehr macht uns Schmid darauf aufmerksam, sich dem positiven Fortschritt bewusst zu werden. In zwei bis drei Jahren stehen wir in der Zeit des «Superinternets» und viele Formen des heutigen «Traffic» werden schon sehr bald verstärkt in der digitalen Weltstattfinden. Der Paradeplatz beim Sprüngli-Haus kann sinnbildlich dafür gesehen werden. Bewegen sich die berufstätigen Menschen in Zukunft weiterhin täglich auf der Geschäfts- und Einkaufsmeile? Wann verlagern sich Bank- und Detailhandelsgeschäfte ins primär Digitale? Was bleibt beständig aus der heutigen Welt und wie findet die unaufhaltsame Transformation vom Analogen ins Digitale statt?




Das Werk ist vom 25. Juni bis 6. September 2015 beim Paradeplatz Zürich zu sehen.